André Bauchant / Le Corbusier Autodidakten der Avantgarde

Ausstellung

Autodidakten der Avantgarde

1921 wird Le Corbusier (1887–1965) im Pariser Salon d’Automne auf die Gemälde eines Unbekannten aufmerksam: André Bauchant (1873–1958). Wenig später besucht der Architekt den Maler in seiner Heimat, der Touraine, und ist der Erste, der eines seiner Werke erwirbt. Wenig scheint die beiden Männer auf den ersten Blick zu verbinden: hier der prominente Wortführer der modernen Architektur und Theoretiker des Purismus, dort der Gärtner und Besitzer einer florierenden Baumschule, der erst im Alter von 40 Jahren zu malen beginnt. Und doch entwickelte sich aus dieser Begegnung eine über drei Jahrzehnte währende, von intellektuellem Austausch und gegenseitigem Respekt geprägte Freundschaft.

Le Corbusier war von Bauchant so fasziniert, dass er gemeinsam mit Amédée Ozenfant den ersten Artikel über den Künstler für L’Esprit Nouveau verfasste, sich öffentlich für sein Werk engagierte und immer wieder Kontakte zu Sammlern und Galerien herstellte. Bauchants Werk wurde ihm zum Inbegriff eines von akademischen Regeln und Konventionen unberührten Schaffens. Darin sah er die Stärke autodidaktischer Künstler, die fernab von Institutionen zu einem authentischen Ausdruck fänden. Nicht umsonst inszenierte er sich in späteren Jahren gerne selbst als ein solcher Autodidakt.

Die Ausstellung wurde von Regina Barunke kuratiert und zeigt ausgewählte Gemälde Bauchants aus der Sammlung Zander und der Fondation Le Corbusier ergänzt durch Archivmaterialien sowie einen in Kürze erscheinenden Katalog, der die lebenslange, bislang unveröffentlichte Korrespondenz dokumentiert. 

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Eintritt frei

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  • für jedes Wetter

  • Zielgruppe Erwachsene

  • Zielgruppe Senioren

  • für Individualgäste

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