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Die Ausstellung „Unsicheres Terrain“ zeigt neue Arbeiten der Düsseldorfer Malerin Katrin Laade, deren prozessorientierte Bildsprache kontinuierlich nach verborgenen Ebenen und visuellen Spannungsfeldern fragt. Ihre Werke entstehen in einer experimentellen Atelierpraxis, die klassische Malerei mit unorthodoxen Techniken verschränkt: zusammengenähte Stoffe, Sprühfarbe, Klebeband oder Übermalungen erzeugen Schichtungen, in denen sich Farbe zugleich ausbreitet, verdeckt wird und unerwartete Übergänge bildet. Gerade dieses tastende Vorgehen – zwischen Kontrolle, Zufall und dem bewussten Zulassen von Brüchen – prägt die großformatigen Kompositionen, in denen Formen scheinbar zu driften beginnen und Bildräume instabil wirken. Das titelgebende Werk „Cosmic“ verweist dabei exemplarisch auf Laades Interesse an energetischen Gefügen, die Betrachter*innen in ein offenes Feld visueller Möglichkeiten versetzen. Die Ausstellung macht nachvollziehbar, wie sich über Jahrzehnte ein Werk entwickelt hat, das Strukturen, Wachstumsprozesse und visuelle Impulse miteinander verschränkt und zugleich fragt, welche Spuren ein Bild preisgibt und welche es bewusst zurückhält. Gezeigt wird ein vielschichtiger Einblick in ein künstlerisches Arbeiten, das mit Materialität, Prozessualität und Wahrnehmung experimentiert, ohne sich auf eindeutige Lesarten festlegen zu lassen.