NO GO
Die Performance „NO GO“ von Angie Hiesl und Roland Kaiser untersucht im öffentlichen Stadtraum die Mechanismen diskriminierender und ausgrenzender Praktiken. Im Zentrum steht der Zaun, ein schlichtes, doch prägnantes Objekt, das die Performer*innen als Interaktionspartner und als Zeichen gesellschaftlicher Grenzziehungen nutzen. Die Aktion macht erfahrbar, wie subtil oder offen Verletzungen im sozialen Gefüge wirksam werden – und dass Widerstand möglich ist. Der Ottoplatz, ein Transitort mit hohem Durchlauf und einer Geschichte, die mit den Deportationen jüdischer Menschen sowie von Sinti und Roma eng verbunden ist, bildet dafür einen bewusst gewählten Resonanzraum. Inmitten von Anonymität und Mobilität entsteht eine Intervention, die Trennlinien sichtbar macht und zugleich Denkbewegungen eröffnet, wie sich individuelle und kollektive Selbstbehauptung artikulieren kann. Die Ensemblearbeit von Cilai Herrmann, Mojtaba Izadizad, Bibiana Jiménez und Matthias Weiland verbindet performative Geste und soziale Analyse zu einem Moment der Irritation, der sich dem schnellen Konsum entzieht und gesellschaftliche Prozesse in ihrer Ambivalenz offenlegt. „NO GO“ markiert damit eine Position im urbanen Raum, die gegen Entfremdung und für ein solidarisches Miteinander steht, ohne sich vereinfachender Deutungsmuster zu bedienen.
Terminübersicht
Gut zu wissen
Zahlungsmöglichkeiten
Eintritt frei
Allgemeine Informationen
Open Air
Eignung
Zielgruppe Erwachsene
für Individualgäste
Weitere Infos
Regen beziehungsweise Extremwetterlagen: zeitliche Verschiebung möglich.
Bitte beachten: Die tatsächliche Dauer der Veranstaltung kann von der angegebenen Uhrzeit abweichen. Für genauere Informationen hierzu, wende dich an den Veranstalter.
Bitte beachten: Die tatsächliche Dauer der Veranstaltung kann von der angegebenen Uhrzeit abweichen. Für genauere Informationen hierzu, wende dich an den Veranstalter.
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